Rebsorte

Merlot

Die Rebsorte Merlot stammt aus dem Saint Emillon und Pomerol und ihr Name ist aus dem Wort "merle" (französisch "Amsel") abgeleitet. Die zurzeit auf der ganzen Welt als "In"-Traube bezeichnete Rebsorte wurde bereits 1910 am Kap eingeführt. Die Reben sind sehr ertragreich und liefert normalerweise einfache, bäuerliche Weine. Bei Mengenbegrenzung werden aber auch große Weine aus ihr gekeltert. Die Reben reifen ein bis zwei Wochen eher als der Cabernet Sauvignon und stellen nicht so hohe Ansprüche an Lage und Mikroklima.

Im Vergleich zum "großen Bruder" ist die Alkoholgradation höher, aber mit weniger Tanninen und einer geringeren Lagerfähigkeit. Das Aroma ist weniger streng, dafür süß und malzig. Generell ist er weicher und duftiger als der Cabernet Sauvignon.

Früher oft als Partner in Cuvées verwendet, wird er seit den achtziger Jahren mehr und mehr sortenrein abgefüllt, wobei er nach einem Ausbau im Barrique am besten schmeckt. Das Aroma ist würzig mit Pflaume und Tönen von eingekochten Früchten. Die kraftvollen, leicht herben Weine benötigen zur Entfaltung eine mehrjährige Lagerung.

Über den Autor

Helge Hagener ist Weinakademiker (WSET Diploma in Wines and Spirits), selbstständiger Berater, Autor und Dozent für Wein. Er beschäftigt sich seit 14 Jahren intensiv mit den Weinen Südafrikas.

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