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Mein Silvester-Wein 2009/2010: Bouchard Finlayson Tête de Cuvée Galpin Peak Pinot Noir 2001

4. Januar 2010

Weihnachten und Silvester sind zwei Termine, an denen ich besondere Weine meines Weinkellers öffne. Dieses Jahr fiel meine Wahl auf einen Pinot Noir, den ich vor Jahren relativ günstig in einem kleinen Weingeschäft in Kapstadt gekauft habe und der seit dem in meinem Weinkeller auf den Tag der Öffnung wartete. An Silvester war es dann soweit - der Bouchard Finlayson Tête de Cuvée Galpin Peak Pinot Noir 2001 wurde geöffnet.

Bouchard Finlayson liegt im Hemel-en-Aarde Valley bei Hermanus, das als das "Burgund" Südafrikas gilt, da von hier einige der besten Chardonnays und Pinot Noirs des Landes kommen. Auf Bouchard Finlayson werden die besten Reben für den besten Wein des Hauses, den Galpin Peak Pinot Noir verwendet. Während dieser Wein in kleinen Holzfässern reift, werden wiederum die besten Fässer für den raren Premium-Wein "Tête de Cuvée" ausgewählt. Bei diesem Wein handelt es sich folglich - zumindest dem Etikett nach - um die Crème de la Crème der südafrikanischen Pinot Noirs. Und da das Jahr 2001 in Südafrika relativ kühl und deshalb besonders geeignet für Rebsorten wie Pinot Noir (Spätburgunder) war, waren meine Erwartungen hoch.

Bouchard Finlayson Tête de Cuvée Galpin Peak Pinot Noir 2001
W.O. Walker Bay, 14,0 %vol.
Mitteltiefes Rubinrot, durchscheinend mit orangefarbenem Rand. Deutlich gereiftes und hoch komplexes Bouquet mit Kirschen, eingelegten Pflaumen, Teer, Leder, Tabak, Schokolade, Waldboden, altem Holz, Pfeffer, Pilzen und etwas Marzipan. Am Gaumen trocken mit mittelkräftiger Säure, abgerundeten Tanninen und einem kraftvollen Körper. Ausdrucksstark, von hoher Intensität und von sehr langem Finale, in dem Schokoladen- und Kaffeenoten überwiegen. Insgesamt ein eindrucksvoller und ausdrucksstarker Pinot Noir, der zum Besten gehört, was in Südafrika aus dieser Rebsorte produziert wird. Zu trinken ab sofort bis etwa 2016. 93 Punkte

Auch wenn der Wein nicht zur Weltspitze der Pinot Noirs gehört, habe ich bisher keinen besseren Wein dieser Rebsorte aus Südafrika getrunken. Er ist fein gereift und hat noch einige Jahre Potential vor sich. Dieses Potential werde ich aber leider nicht weiterverfolgen können, da es sich um meine einzige Flasche handelte. Aktuelle Jahrgänge des Weines kosten im Handel zwischen 60 und 80 Euro.

Über den Autor

Helge Hagener ist Weinakademiker (WSET Diploma in Wines and Spirits), selbstständiger Berater, Autor und Dozent für Wein. Er beschäftigt sich seit 14 Jahren intensiv mit den Weinen Südafrikas.

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